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Vieles war anders - die Zukunft kann spannend werden 

  

Vieles war ziemlich anders in den letzten Monaten für die Landsberger Handballerinnen, manches hatte noch niemand so erlebt. 

 

Man hatte die Ausfälle der Verletzen immer wieder einigermaßen kompensieren können und war Anfang März mit 5:1 Punkten in vier Spielen ganz gut unterwegs. Dann erreichte der Lockdown auch den Handball und die Saison wurde bald abgebrochen. So beendeten die Damen die Spielzeit mit einem ausgeglichenen Punktekonto auf einem ordentlichen 6.Platz.

Erstmal ging gar nichts mehr, keine Spiele, kein Training. Die Corona-Pandemie sorgte dafür, dass andere Dinge wichtiger waren. 

Aber auch in dieser Zeit beschäftigten sich die Verantwortlichen schon mit den Planungen für die neue Saison, insbesondere mit der Trainerposition. Ende März war dann klar, dass man nicht mehr mit dem bisherigen Trainer Ecki Herber in die neue Saison gehen würde. So richtig passte man doch nicht zusammen, die wechselseitigen Erwartungen gingen zu sehr auseinander. Als neuer Trainer konnte erfreulicherweise Christoph Spitschan verpflichtet werden. Spitz, wie er genannt wird, ist ein als Spieler und Trainer sehr erfahrenen Handballer, man kennt ihn in den Handballer-Kreisen. Zuletzt hat er ein Jahr pausiert, war davor Trainer der Damen und davor der Herren bei der SG Kaufbeuren/Neugablonz, seinem Heimatverein. Auch beim VfL Buchloe war er erfolgreich als Jugendtrainer in der Landesliga tätig. Er kann also auch Spieler entwickeln. Und in den neunziger Jahren hat er in der Landsberger Oberliga-Mannschaft das Tor gehütet. 

Im Juni konnte man dann endlich wieder mit dem Trainingsbetrieb starten. Auch wenn das notwendige Hygienekonzept einige Abstriche erfordert, man bzw. Frau war wieder am Ball. Im Kader gab es einiger Veränderungen. Bei Spielmacherin Ruth Krenss ist es, nach ihrer erneuten schweren Verletzung im letzten Dezember, nicht absehbar ob und ggfs. wann sie wieder eingreifen kann. Annemarie Scheld hat aus beruflichen Gründen nach einem Jahr Landsberg, zum allseitigen Bedauern, wieder verlassen müssen und Jana Ludwig geht wegen eines Freiwilligendienstes nach Regensburg. Trotzdem sah es zu Trainingsbeginn personell ganz gut aus, Abwehrstrategin Lisa Hierstetter war ja auch wieder am Ball. Doch dann wurde es auf einmal auf der Torhüterposition eng. Veronika Stöcker fiel aus gesundheitlichen Gründen länger aus und bei Nadja Marx kündigte sich Nachwuchs an. So stand auf einmal nur noch „Aushilfstorhüterin“ Sabrina Schicktanz im Kader. Und bei ihr war immer klar, dass sie nur gelegentlich würde aushelfen können. 

Doch das Problem löste sich, zuerst kam Olfa Tnani dazu, dann meldete sich Vera Wiedmann. Olfa hat in jungen Jahren in Tunesien im Tor gespielt und will es noch einmal wissen. Vera war zuletzt beim TSV Peißenberg zwischen den Pfosten, ist dann nach Landsberg gezogen. Beide wurden mit offenen Armen aufgenommen. Dann stieß erfreulicherweise Anne Aßner noch zur Mannschaft. Sie hat in Landsberg das Handballspielen gelernt und war dann lange Zeit in Schwabmünchen aktiv. Sie bringt Erfahrung aus der Landesliga mit und kann sowohl im Feld als auch im Tor spielen. „Da waren wir zuerst schon etwas geschockt,“ erzählt Trainer Spitschan, „als wir auf einmal fast ohne Torhüterin dastanden. Aber jetzt passt das wieder, ich denke Anne kann uns zunächst im Tor am meisten helfen.“

Auch die Vorbereitung verlief unter Corona Bedingungen anders als gewohnt. Eingeschränkte Hallenzeiten und lange Zeit keine Möglichkeit zu Testspielen forderten Mannschaft und Trainer nochmal besonders. Trotzdem ist der Trainer relativ zufrieden. „Die Mannschaft hat super mitgezogen, auch wenn es mal anstrengend wurde. Die Trainingsbeteiligung war gut und wir konnten uns einiges neues erarbeiten. Ich will u.a. die Positionen auf dem Feld flexibler handhaben. Da war im Training immer die nötige Disziplin da, um gut zu arbeiten. So hat das Spaß gemacht.“ Und wie man hört hat es allen Spaß gemacht. Natürlich weiß man auf Grund der fehlenden Spielpraxis nicht so recht, wo man spielerisch steht, aber das geht allen anderen Mannschaften der Liga ähnlich. Von daher ist schwer möglich über Zielsetzungen für die neue Saison in der Bezirksoberliga zu reden, aber etwas erreichen will auch der neue Trainer zusammen mit der Mannschaft, “ich spiel viel lieber oben mit, das macht mehr Spaß, mal sehen was sich machen lässt.“

Jetzt kann man nur hoffen, dass es möglich ist, eine reguläre Saison zu spielen. Die Liga ist auch noch um ein Team gewachsen, da es keine Absteiger gab. Das könnte für die Landsberger Damen und ihre Fans spannend werden.

 

Trainer:

Christoph Spitschan 0162/7198599

 

Trainingszeiten:

Mo: 20.00 - 21.30 Uhr, SPZ
Do: 20.00 - 21.30 Uhr, Saarburghalle

 

 

Kontakt

TSV 1882 Landsberg e.V.

Abteilung Handball

Hungerbachweg 1

86899 Landsberg

 
Abteilungsleitung:

Roland Neumeyer
Telefon: 0163/8466815

E-mail:  neumeyer.roland@gmail.com